Nach geraumer Inaktivität sollte ich an dieser Stelle einmal eine Zusammenfassung der letzten Wettkämpfe in die weite Welt posaunen denke ich. Heute fand der Kallinchen Triathlon statt, den ich imletzten Jahr relativ gut über die Runden gebracht habe. Mit entsprechender Vorfreude habe ich mich nach zweimonatiger Wettkampfpause vorbereitet. Beziehungsweise war das der Plan. Aber aus etlichen Gründen und Ausreden lief die Vorbereitung mehr schlecht als recht.

Mit frisch geborgter Karre düste ich also gen Süden im sonnigen Morgen nach Kallinchen am Motzener See mit dem Rad im Kofferraum.

Da irgendwie der Zeitplan etwas verzogen war, blieb dann nicht zu viel Zeit für die Vorbereitung in der schon prall gefüllten Wechselzone. Nach offiziellen Angaben waren fast 300 Starter für den Olympischen Triathlon gemeldet, der Sprinttriathlon war gerade im Gange.

Es blieb als nur kurz die schon bekannte Gegend zu erkunden um Erinnerungen zu wecken und etwas abzuchecken, wie die Strecke vom Wasser am Strandbad vorbei zur großen Wechselzone verläuft.

Glücklicherweise hat das Wetter der letzten Wochen mir sogar etwas geholfen. Der See war ausreichend abgekühlt, sodass mit Neoprenanzug geschwommen werden durfte. Über die Lautsprecher auf dem Gelände schallten folgende Worte, die das auf den Bildern nicht so scheinende Wetter gut beschreiben: “Körper warm, Kopf kalt. Eine Badekappe ist angebracht.” Kurz gesagt: Außen ca 15°C, Wasser 19°C!

Der kurze Ausflug war mit dem Check der Rahmenbedingungen auch bald vorüber. Also fix zum Wechselplatz, Neo geschnappt und zurück zum Wasser.

Nach den zwei Runden mit Landgang, ohne dabei der Letzte aus dem Wasser zu sein ging es also auf die Radstrecke. Diese ist relativ flach mit zwei/drei leichten Anstiegen, die aber doch die Kraft aus den Beinen saugen. Insbesondere tut aber die knapp einen Kilometer lange Kopfsteinpflasterpassage durch Kallinchen selbst weh. Aber wir nicht anders von mir gewohnt fahre ich natürlich trotzdem halbwegs souverän die frisch verlorenen Plätze wieder ein. Stets links mit Kette rechts… Nur zwei Leute haben probiert mir einen Strich durch die Rechnung zu machen und haben mich überholt. So etwas gehört aber selbstverständlich direkt vereitelt, was den Kontrahenten auch jeweils den Mut geraubt hat wenigstens in Sichtweite zu bleiben.

Drei Runden um den See und somit knapp eine Stunde später nun ab auf die Laufstrecke. Aus dem Vorjahr wusste ich schon ganz gut, was mich erwartet: viele Kurven, etwas Waldboden und ein netter “Heartbreak-Hill”. Dank der Vorkenntnis ließ sich meine Kraft auch gut einteilen. Das Konzept ging auf und so konnte ich auch beim Lauf noch ein paar Plätze gut machen. Allerdings hatte ich, wie schon auf dem Rad das Problem, dass ich kaum etwas trinken konnte. Anscheinend hat mir der See zu gut geschmeckt, als dass noch etwas Platz gewesen wäre. Meine bestehende Kondition konnte ich also leider nicht durch Gels oder Isodrink unterstützen.

Dennoch hat alles recht gut geklappt, sodass ich nach 2:30:10 (also nur 50 Sekunden langsamer als im Vorjahr) durch das Ziel direkt bei der Verpflegungsstation auf ein paar Stücken Kuchen und Melone an diversen Drinks vorbeischauen konnte.

Die Zeit hat diesmal leider nicht gereicht um in der Alterklasse, dieses Jahr eine höhere (TM25), etwas auszurichten. Man merkt schon, dass hier auch die Brandenburger Landesmeisterschaften der B-Jugend am Start war. Wäre ich einen Tag später auf die Welt gekommen, wäre meine (alte) Altersklasse (TM20) deutlich gewonnen. Na ja,… dennoch zufrieden!

Nun also ab nach Hause…

… aber nicht ohne vorher noch einen kleinen Snack am Auto zu genießen

2014
82 80 TM25 12 2:30:10 0:37:28(215) 1:05:55( 26 ) 0:46:47( 71 ) 0:24:59

2013
90 86 TM20 3 2:29:22 0:36:20(239) 1:06:25( 37 ) 0:46:37( 85 ) 0:24:50

(jeweils Gesamt, Gesamt männl, Altersklasse + Platz, Gesamtzeit, Schwimmzeit, Radzeit, Laufzeit, Offset zum Ersten)

GPS Tracks:Rad , Laufen

Next & last Stop: BerlinMan am Wannsee nächsten Samstag!


Moment… Der Titel verspricht doch mehr?Jop!

Kurz Chronologisch noch was hier nicht verbloggt wurde.Vorweg vielen Dank an Alex und Eric, die treusten Supporter dieses Jahr (Schilder, Anfeuern + Wagen)!!!

  • Größte Trainingsausfahrt dieses Jahr am Herrentag nach und etwas durch Polen (270km) bildet Radgrundlage

  • Es folge die Team Firmen Staffel, bei der wir (BSPH) mit zwei Teams gestartet sind. Unsere Staffel war das beste Mixed Team innerhalb der Charité (achtbeste Mannschaft)

  • Direkt drei Tage darauf fand der Berlin Triathlon bei extremer Hitze (36°C++) statt. Leider lief der nicht ganz so gut, die Hitze hat mich zu schaffen gemacht… Dafür mit geilem Fan(club?)

  • Zwei Wochen darauf hat sich der Fanclub vergrößert bei meiner ersten Teilnahme am Spreewald Triathlon. Ein sehr netter Wettkampf. Deutlich(!!) kälter + Regen. Recht weite Anfahrt auch. Dafür mit Gurken als Nachverpflegung. Insgesamt auch erstaunlich gut abgeschlossen (3. in AK)

  • Als Abschluss des ersten Wettkampfblocks dann ein (wieder einmal) ernüchternderes Ergebnis beim Storkow Triathlon. Wieder sehr heiß (35°C++), Neoverbot. Mit diesem Triathlon werde ich einfach nicht warm… Nächstes Jahr endlich die Revanche(?)

  • Der eigentliche Abschluss des Blocks war vielleicht mein erster Besuch des riesigen Woodstock-Festivals…
  • Streetart bei der Startnummernausgabe des Berlin Triathlons zum Schluss

Vielen Dank für’s Lesen!