Letzte Woche

September 12, 2010 Radtour 2010
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Nun bin ich wieder ein paar Tage weiter und habe einiges hinter mir.

Nach Tagen bei viel Verkehr, Schmutz und Gestank durch den Verkehr, der hier logischerweise wegen der dichteren Besiedlung zunimmt, bin ich in St. Etienne angekommen. Es ist Sonntag und der Tag war ruhig. Ich habe einige Höhenmeter geschrubbt mal wieder (Annonay auf etwa 500, über einen Pass: 1200m nach St. Etienne: etwa 700). Dafür aber wunderbare Natur gehabt – nach den letzten Tagen richtig erholsam.

St. Etienne scheint an diesem Sonntag verträumt und friedlich in der ruhigen Atmosphäre. Nachdem ich eine Weile in einem Park war, bin ich jetzt im Zentrum, wo bis vor zwei Stunden noch Wochenmarktstimmung herrschte. Jetzt ist alles im Abbau und die Kinder tollen auf dem Spielplatz und im Wasser.

So schön kann Urlaub sein 🙂

Abgesehen davon, dass ich vorletzte Nacht bei Donzere beraubt wurde…

Ich war auf einem Caravanplatz, also ein Rastplatz auf dem die Campingwagenbesitzer schlafen dürfen und Bänke und WCs und Wasser haben. Die Nacht war gut, also dachte ich, dass ich mein Zelt mal nicht aufbaue und einfach so auf Isomatte und Plane im Schlafsack bleibe. Gegen halb 11 höre ich nur so das klappern meines Rades. Da hat doch tatsächlich jemand probiert mein Rad wegzunehmen, was noch halb beladen war. Den Gestiken zufolge wollte der leicht angetrunkene Jugendliche auch noch meine Schuhe dazu haben…

Etwas geschockt und perplex probiere ich weiter zu schlafen, hab mein Rad angeschlossen und mir den Tragegurt der Taschen um den Hals gelegt. Als ich nach 10 Minuten beschließe umzuziehen, merke ich, dass meine Quertasche fehlt. Da war mein Zelt drin, normalerweise Schlafsack und Isomatte und mein ganzes Werkzeug, Flickzeug und ein Haufen Kleinkram. Die Suche nach der Tasche bei Nacht brachte natürlich nichts aber am folgenen Morgen ebensowenig.

Ich probiere mich von dem Erlebnis irgendwie zu trennen, aber das hat sich ziemlich hart eingebrannt…

Für die nächsten Tage werde ich auf jeden Fall probieren immer eine sicherere Unterkunft zu bekommen.

In einer Woche geht ja aber auch schon das Weinpflücken los. Nächsten Sonntag werde ich also in Beaujeu sein und mit der Truppe in Kontakt kommen. Ich freue mich schon drauf, auch wenn ich sehr gespaltene Erfahrungsberichte von den Leuten, die ich so unterwegs getroffen habe, gehört habe.

Jetzt muss ich aber weg hier, weil die Bremsen es toll finden mir ins Bein zu beißen und es langsam überhand nimmt,…