Ich bin gerade in Saint-Mandrier-sur-Mer direkt an den Klippen direkt mit Blick auf das weite offene Meer auf Marokko (wenn man es sehen könnte).

Es ist ein absolut beeindruckender Ort nach dem ich schon seit Tagen suche. Nach Gap bin ich der Route Napoléon weiter über Sistreone, Digne und Castellane gefolgt bis nach Cannes (mit einem Zwischenstopp im Zelt nach Castellane). Nach den Tagen der Ruhe in den Bergen war Cannes einfach nur laut und schmutzig. Obwohl ich mich darauf lange gefreut habe (auf den Ort selbst und mit eigener Kraft ans Meer zu kommen) wollte ich einfach nur weg von dort.

So habe ich dann mit aller Kraft probiert so schnell wie nur möglich für mich mit Gepäck voran zu kommen. Gute 40km im “Nahezu-Sprint” also dan der Küste entlang gerockt bis nach Saint-Raphael um dort etwas zu rasten. Das obligatorische Bad im Meer nicht zu vergessen, vertrieb mich das Getümmel aber auch dort wieder und es ging weiter über Saint-Tropez, was mir mehrfach empfohlen wurde. Dort traf ich aber nur auf Tourimassen und noch mehr Gemenge.

Irgendwie scheine ich wohl ein wenig dezivilisiert nach all der atemberaubenden Natur.

Nach einer Nacht hinter La Môle bin ich heute hier angekommen. Hier habe ich entlich was ich will. Ich kann das Meer sehen, ohne Menschenmassen, ohne Inseln davor, ohne Lärm, ohne Schmutz, ohne Tourigerechten Strand.

Einfach nur Meer.

Beeindruckend!

Davor habe ich in La Tour Fondue, dem südlichsten Punkt meiner Route, genau das vergeblich gesucht.

Vielen Dank also an meinen Host für diese Nacht für diese unbeschreibliche Atmosphäre: Jean Christophe. Mein Dank gilt auch Séverine und Dan für das leckere Abendessen und das Engagement mir Unterkunft in Saint Etienne zu besorgen. Es war schön bei Euch!

Meine Tour geht dann also die nächsten Tage weiter über Marseille, dem Rhône entland nach Valence, Annonay, Saint Etienne, Vienne und Lyon. Bin gespannt was mich noch erwartet. Ich glaube aber kaum, dass mich die Eindrücke der Alpen und diesem hier jetzt noch verlassen und was anderem übertrumpft werden. Der Anspruch ist hoch 😉