Ich habe jetzt noch ein bisschen an meiner Route gefeilt. Wenn man den Zettel fertig dekodiert hat, sieht man meine Route. Ich habe neue Erkenntnisse bekommen, als ich beim Überlegen, wie ich bei der Tour an Kartenmaterial komme wieder mal auf OpenStreetmap gestoßen bin. Die haben dort extra Projekte, die sich auf Radwege spezialisieren. So konnte ich meinen Weg jetzt fast komplett nur auf feste Radwege verteilen, was schon recht gut ist. So habe ich dann keine Stress mit Orten und Orientieren, sondern fahre “nur” den Schildchen hinterher (die “” sind aus guten Grund und Erfahrung da).

Damit komme ich dann nun bis in die letzte Ecke Deutschlands, wo die Ländergrenzen von Deutschland, Schweiz und Frankreich sich treffen. Bis hier werde ich so grob überschlagen über 1100km hinter mir auf der Strecke gelassen haben.

Ab hier weiß ich dann leider wieder einmal nicht, was ich will. Die Vielfalt meiner Vorstellungen fächert sich wie in einer Art Baumstruktur auf. Am Wurzelknoten spalten sich meine Ideen in zwei Richtungen: Entweder direkt nach Frankreich, oder erst noch durch die Schweiz.

Gehen wir von der Frankreichvariante aus, findet ihr ja auf dem Zettel den Plan: DenFernweg zwischen Rhein und Saône nach Dole und dann ein Stück an der Saône entlang Richtung Süden. Hier kommt auch schon der nächste Knoten: wohin jetzt? In einer Art Rundroute durch die Gegend und dann zum Bauern? Ooooder,… nach Marseille und dann zurück nach Norden. Das Problem hierbei ist, dass ich noch keine genaue Adresse habe, wo ich letztenendes Landen muss. Zeit habe ich ja eigentlich genug.

Kommen wir zum ersten Knoten zurück: Von hier aus könnte mich mein Weg in die Schweiz führen. Die haben da auch eineMittellandroute , die ich  bis zur Grenze nach Frankreich fahren könnte. Ich müsste dann also von Basel aus mit der Velolandroute 3 ein Stück landeinwärts fahren nach Aarau und dann die Route 5 bis nach Lausanne um dort auf Route 1 nach Geneve aufspringen zu können.

Und auch hier stehe ich dann wieder vor einem Entscheidungsproblem. Total cool wäre es natürlich, wenn ich mich schon vorher eher südlich halte und zum höchsten Punkt Europas fahre (Mont Blanc ), mich freue, dass ich ihn sehen konnte von weiten und dann den Weg zum Bauern einschlage und ggf. noch eine kleine Bergtour mache (müsste ich aber meine großen Botten die ganze Zeit mitschleppen).

Mindestens genauso spannend wäre es aber sicherlich auch, wenn ich zum Höllenberg der Höllentour (Tour de France) schlechthin fahre:Mont Ventoux . Wäre vielleicht sogar wirklich faszinierend dort zu sein um vielleicht sogar das Mahnmal für Tom Simpson (tolles Lied , in nicht schöner Version) zu sehen, was gerade bei den vielen Dopinggerüchten der letzten Jahre immernoch brandaktuell ist.

Tja und von dort vielleicht noch weiter zur zum Mittelmeer und dann Richtung Norden zum Bauern.

Wie man sieht ein breit gefächertes Angebot, was noch lange nicht alle interessanten Dinge abdeckt, die man haben könnte. Vielleicht an dieser Stelle eine kleine Einladung an alle, die hier lesen einen Kommentar zu hinterlassen. Ich habe diesen Blog so konfiguriert, dass jeder schreiben kann ohne sich anmelden zu müssen. Einfach auf den Titel des Blogeintrags klicken und dann ganz nach unten scrollen.

Ich würde mich freuen Eure Meinung zu lesen!

Viele Grüße

Tim

PS Ich habe jetzt ein konkretes Abfahrtdatum (mit hoher wahrscheinlichkeit bleibt das): 11. August

PPS Ich habe eine neue Seite eingerichtet, auf der die Route tabellarisch zu überlicken sein wird.